Longboardalm Ambassador Jan hat die Centerset Freerides in 81a mal unter die Lupe genommen (und natürlich ans Brett montiert und so richtig gequält!)

Durchmesser: 72mm
Härte: 78a, 81a, 84a
Breite: 47,8mm
Auflagefläche: 39mm
Lagersitz: Centerset
Kante: rund
benötigte Spacerbreite: 10mm
Allgemein:
Die Freerides CenterSet bestehen auch aus dem Classic Urethan, haben aber im Gegensatz zu den den normalen Freerides Classic eine leicht breitere Auflagefläche. Außerdem ist der Kern nicht Offset sondern wie der Name schon sagt CenterSet. Dadurch kann man die Rolle umdrehen, wenn sie konisch wird. Bezüglich der Kerne (egal bei welchen Freerides und welcher Härte) habe ich jetzt schon von mehreren Leuten gehört, und es auch bei meinen CenterSet bemerkt, dass die Kerne nicht wirklich genau gearbeitet sind. Die Lager sitzen teilweise so locker, dass sie beim Rollenwechsel einfach aus dem Kern herausfallen. Beim Fahren merkt man das zwar nicht unmittelbar, ist aber trotzdem nicht besonders vertrauenerweckend. Lasst uns hoffen, dass das nur ein vorübergehender Produktionsfehler war und bald wieder alles schön straff sitzt!
Slideverhalten:
Wenn man die Rolle quertreibt, verhält sie sich eigentlich sehr ähnlich wie die normalen Freerides. RUTSCHIIIIIIG!!! Allerdings lassen sie sich durch die etwas breitere Auflagefläche doch ein bisschen kontrollierter sliden. Dies macht sich vor allem im höheren Geschwindigkeitsbereich bemerkbar, weil man einfach ein bisschen mehr Feedback von der Rolle bekommt und sie nicht ganz so arg wegrutscht wie die normalen Freerides.
Außerdem verkleinert die Rolle ein bisschen die Spurbreite (im Vergleich zu einem Offset- oder Sideset-Kern). Dadurch fährt es sich ein bisschen spritziger aber auch giftiger. Zu diesen Punkten sei gesagt, dass sich die Unterschiede zu den normalen Freerides in Grenzen halten, aber doch spürbar sind.
Haltbarkeit:
Nun zum größten Pluspunkt der Freerides CenterSet. Wenn sie langsam konisch werden, kann man sie auf Grund des CenterSet-Kerns einfach umdrehen und in die andere Richtung konisch sliden. Dadurch kann man den Verschleiß etwas in die Länge ziehen, der Abrieb ist aber nach wie vor relativ stark. Was mich wirklich überrascht hat war, dass ich einen leichten Flatspot durchs umdrehen wieder ausbügeln konnte. Wenn sie kleiner werden, neigen leider auch die CenterSet zum Eiern und schließlich zum Flatspotten. Vor allem wenn man lange Standup-Slides macht, muss man höllisch aufpassen das Brett nicht komplett querzustellen.
Fazit:
Wer bis jetzt die normalen Freerides gefahren ist und drauf steht, sollte auf jeden Fall die CenterSet ausprobieren. Sie sind sich sehr ähnlich, aber doch ein bisschen anders…im postitiven Sinn. Sonst ist die Rolle auch sehr gut für Slideanfänger geeignet, weil sie wirklich sehr leicht und smooth in den Slide gebracht werden kann, und dies auf jedem Belag und Gefälle. Des Weiteren ist sie durch ihre Größe auch angenehm beim Cruisen. In Punkto schnelles Freeriden kann ich sie nicht zu 100% empfehlen, weil sie, je schneller man ist, je stärker das Gefälle und je rauher der Belag ist, immer schwieriger zu kontrollieren wird. Es geht natürlich schon, aber ich persönlich finde hier andere Rollen (zB mit breiterer Auflagefläche und scharfer Kante) angenehmer.
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